Gedanken zu Mai 2016

Liebe Leserin, lieber Leser!

Glauben ist zu Gott gehören. Mit Leib und Seele, wie man so sagt. Beim Wort „Seele“ werden viele zustimmen. Beim Wort „Leib“ eher nicht. Mein Körper gehört mir. Ich kann ihn verschönern mit diversen Operationen, kann ihn tätowieren oder auch piercen.

Er gehört mir – oder? Ja und Nein, würde ich sagen. Mein Körper ist ein Geschenk Gottes an mich. Oder, zurückhaltender gesagt: eine Gabe Gottes an mich.

Nicht jede Gabe gefällt einem. Es gibt Geschenke, die stellt man so weg, dass man sie möglichst schnell vergessen kann. Manche Gabe kann ja auch eine große Last sein. Und für unser Empfinden sind die Gaben Gottes oft ungerecht verteilt. Vor allem, was die Körper angeht. Der eine ist strahlend schön, der andere eher unauffällig oder sogar unansehnlich, wie wir meinen. Die eine hat jahrzehntelang keine Probleme mit ihrem Körper; eine andere jammert immer nur, wenn sie in den Spiegel schaut. Mein Körper soll eine Gabe Gottes sein? Ja, was denn sonst?

Gott trägt die Verantwortung für die Welt und die Gestalt seiner Geschöpfe. Vornehm ausgedrückt, wie im Monatsspruch: Unsere Körper sind, wie immer sie aussehen, ein Gefäß, ein Tempel des Heiligen Geistes. Der Geist Gottes freut sich, wenn wir das Gefäß, den Tempel, wertschätzen – und damit zeigen, dass wir ihn angenommen haben. Ihn stört es nicht, wenn wir meinen, dieses Gefäß verschönern zu müssen. Andererseits ist er nie unzufrieden mit unserem Aussehen.

Menschen haben schon so oft und werden auch immer wieder der Schöpfung nachhelfen, wie sie meinen. Für Gott ist das kein Problem. Wichtig ist nicht das Aussehen, sondern das tiefe Bewusstsein: In mir will sein Geist wohnen, aus mir will er leuchten. Gottes Geist, der alle Geschöpfe achtet. Denn aus ihnen allen leuchtet sein Geist.

WB

Nachlese Seniorentreff

Unsere letzte Seniorenkreisstunde entführte uns nach England. Die Tische waren ganz in diesem Sinne gedeckt. Servietten in rot und blau bzw. mit der englischen Fahne lagen auf den Tellern.  Bilderhalter mit Aufnahmen aus dem Englischen Königshaus zierten die Tische. WP_20160225_007Sogar Queen Elisabeth II. schaute uns als Figur beim Essen zu. Essen, weil es nämlich kein normales Kaffeetrinken war, sondern eher eine englische „Teatime“. So gab es anstelle des üblichen Kuchens „Scones“ mit Clotted Cream und englischer Marmelade.  Auf Etageren thronten Cupcakes,  liebevoll verziert. Es war schon eine Augenweide und ein Genuss für den Gaumen.

Durch einen Quiz wurden wir daran erinnert, welche Landesteile zum Vereinigten Königreich gehören und erraten mussten wir, welche Fahnen sie besitzen. Als wir einen kleinen braunen Bären gezeigt bekamen, wusste nur eine Teilnehmerin, für wen er stand, nämlich für Mr. Bean, alias Rowan Atkinson. Im Internet schauten wir uns 2 kleine Szenen mit ihm an, die unsere Lachmuskeln strapazierten.

WP_20160225_009Zum Schluss wurde uns an einem Zeitstrahl die Geschichte des Baptismus dargestellt. Erstaunt nahmen wir wahr, dass der Baptismus in England seine Wurzeln hat.

Alles in allem eine runde,  gelungene Stunde.

Wie ihr seht, bei uns geht es recht bunt zu. Wer Lust bekommt, sich das Treiben anzusehen, kommt einfach vorbei.

Ein Teilnehmer des Seniorenkreises

 

Gemeinde Jahresbericht 2015

Menschen sind unterwegs. Sie teilen sich Wegstrecken oder tanken zusammen auf. Zeitlich gesehen ist die gemeinsame Wegstrecke im Rahmen der Gemeinde eher kurz. Sie hat aber im Leben vieler Menschen eine besondere Bedeutung. Daher sind Veränderungen ein sensibles Thema. Auch kleine Veränderungen können dazu führen, dass die Gruppe neu in den Tritt finden muss.

In der Julius-Straße haben ausflugjgbwir mehrere kleinere Veränderungen in der Gottesdienstgestaltung Gemeinde Jahresbericht 2015durchgeführt. Im Vorfeld standen Fragen nach Ideen und Möglichkeiten im Vordergrund. Die Sorge, ob andere neue Vorschläge aufnehmen können, prägte spürbar so manche Diskussion. Viele Vorschläge mussten sich dann an der gemeindlichen Realität messen lassen. An der einen oder anderen Stelle wurde deutlich, dass eben nicht die anderen der Stolperstein waren, sondern aus sachlichen Gründen Ideen nicht wie gehofft realisiert werden konnten.

Was geblieben ist:

Monatlich gestaltet ein Musikteam den Gottesdienst mit. Die Kinder kommen stärker im Gottesdienst vor. Das macht sich beispielsweise an der Sitzordnung bemerkbar, denn sie sind nun mitten drin. Monatlich kommt ein besonderes Kinderelement vor. Das kann eine Geschichte, ein gemeinsames Lied oder etwas anderes sein. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt.

Ziel dieser Veränderungen war es etwas mehr Persönliches in dem Gottesdiensten spürbar werden zu lassen. Es ist uns gelungen, diese kleinen Veränderungen einzuführen und bis jetzt kontinuierlich durchzuführen, so dass sich nun eine gewisse Routine einstellt. In 2016 möchten wir noch zusätzliche Mitarbeiter für diese Aufgabe gewinnen.

Im Laufe des Jahres haben wir noch weitere Wegbegleiter dazu bekommen. Christen aus dem Kongo feiern ihren Gottesdienst sonntags in einem der Gemeinderäume. Wir spüren, dass sie einen ganz anderen Schritt drauf haben. Derzeit sind immer wieder Absprachen und Koordination erforderlich, was mal mehr und mal weniger gelingt.

Diese Veränderungen auf dem gemeinsamen Weg sind nicht sehr stark. Dennoch nehmen sie viel Energie in Anspruch. Es tat daher gut, zusammen mit dem Ehepaar Muskolus über „Einander annehmen im Lebensraum der Gemeinde“ nachzudenken. Dieses gemeinsame Wochenende war ein hilfreiches Achtsamkeits-Training und tat daher gut.

AF