Im Oktober

Leider steigen die Corona-Infektionszahlen für Duisburg wieder intensiv an. Um den Begrenzungen daraus Rechnung zu tragen, hat die Gemeinde beschlossen, die Präsenzgottesdienste vorläufig und sofort auszusetzen. Schon am 17.10.2020 wird daher ein Gottesdienst ohne Besucher aufgezeichnet, der wieder ins Netz gestellt wird. Wir bitten um Verständnis.

Die Redaktion der Web-Seite

Gedanken bei einer Radtour

Ein Radfahrer fährt am Rheindamm vor mir her. Wir steuern auf eine Weggabelung zu. Der eine Weg führt zur Straße, auf der es kürzer ist, der Weg glatter und damit einfacher und schneller vorwärts geht. Der andere Abzweig führt auf dem Damm über einen Holperweg mühsam zwischen Passanten durch weiter. Irgendwo begegnen sich beide Wege wieder. Vernünftig ist es also …

Was ist vernünftig? Mir begegnet die Formulierung oft, wenn es scheinbar keine Alternative gibt. Eine Diskussion ist damit beendet. Andererseits könnte diese gerade anfangen, denn der Begriff „vernünftig“ verschleiert, welche Kriterien für eine Entscheidung eine Rolle spielen.

Mir fallen Lot und Abram ein. Beide zogen zusammen mit Ihren großen Familien und Herden als Nomaden durch die Lande. Eines Tages kamen sie auf ihrem Weg an einen Punkt, an dem sie merkten, so geht es nicht mehr weiter. Ständig kam es zwischen den Clans zu Schwierigkeiten, Streit und Unfrieden. Die Landschaft lud ein, eine Entscheidung zu treffen und sich zu trennen. Abram überließ Lot die Entscheidung. Nach kurzer Aussprache entschied sich Lot für die Sesshaftigkeit, während Abram weiter beim Nomadenleben blieb. Ihre Wege trennten sich.

Oft habe ich in den Auslegungen zu dieser Geschichte gehört, dass Abram die bessere Entscheidung getroffen hätte. Ich bin mir nicht sicher, ob es gut ist, so zu werten. Die Lebensgeschichten der Beiden entwickelten sich danach sehr stark auseinander. Jeder hatte mit den Konsequenzen aus seiner Entscheidung zu tun. Manches gelang gut, anderes auch nicht. Darüber zu urteilen, welche Entscheidung die richtige war, halte ich daher für schwierig. Und viele Jahre später sind die Nachkommen von Abram, das Volk Israel, ebenfalls sesshaft geworden. Mir scheint wichtiger zu sein, dass jeder für sich klar war, bei sich war. Sie trafen Entscheidungen, von denen sie ausgingen, diese würden ihren Hoffnungen und ihnen selbst am ehesten entsprechen. Und den jeweiligen Weg gingen sie mit Gottvertrauen.

In dieser Situation beeindruckt mich Abram. Gottvertrauen war für ihn kein Sonntagsspruch. In dieser existentiellen Situation stand für beide Clans viel auf dem Spiel. Ich staune, wie sich Abram von dem Druck frei machen konnte, das Beste für seinen Clan herausholen zu wollen. Indem er Lot die Entscheidung überließ, vertraute er gleichzeitig Gott auf einen guten weiteren Weg. War das vernünftig?

Auf der Fahrradroute entschied ich mich für den holprigen Weg. Er führte auf dem Damm weiter und bot die schönere Aussicht.

Ich wünsche Ihnen, bei großen und kleinen Entscheidungen bei sich selbst zu bleiben. Möge es Ihnen leichtfallen, mit Gottvertrauen Entscheidungen zu treffen, bei denen Sie mit sich selbst im Reinen sind.

AF

Regeln für Präsenzgottesdienste

Der Zugang zu den Gottesdiensten wird auf maximal 63 Personen begrenzt. Die Bestuhlung wird gemäß den Abstandsregeln vorgenommen

Im Treppenhaus wird Rechtsverkehr eingerichtet, was ebenfalls mit Klebestreifen markiert wird.

Die Garderobennutzung wird wegen des Kleidungsabstandes unterbunden. Jacken sind mit zum Platz zu nehmen.

Bei allem bleibt der Appell an die Selbstverantwortung, auf die gebotenen Abstandsregeln zu achten.

Besucher tragen einen Mundschutz wie es in öffentlichen Gebäuden Pflicht ist. An der Stelle interpretieren wir unser Gemeindehaus als öffentliches Gebäude. Auf ihren Plätzen sitzend dürfen die Besucher ihren Mundschutz abnehmen, solange der Mindestabstand eingehalten ist. Der Mundschutz muss wieder aufgesetzt werden, sobald der Platz verlassen wird.

Für die Nutzung des Personenaufzuges gilt: Personen des gleichen Haushalts dürfen den Aufzug zusammen nutzen. Für Personen aus verschiedenen Haushalten besteht Mundschutzpflicht, wenn sie den Aufzug gleichzeitig nutzen.

Um die Kontaktketten nachweisen zu können, wird am Eingang eine Liste ausgelegt, in die jeder Besucher seinen Namen einträgt. Mitglieder der Gemeinde EFG DU-Mitte kreuzen an, dass sie Mitglied sind und tragen zusätzlich ihren Namen ein. Bei Bedarf (Infektionsfall) wird die Adresse dem Mitgliederverzeichnis entnommen. Gäste hingegen tragen auch ihre Adresse mit ein. Zusätzlich wird am Anfang eines Gottesdienstes ein Foto gemacht. (Hierzu siehe Liste unten)

Zur Händedesinfektion stehen sowohl im EG als auch im OG Händedesinfektionsmittelspender bereit, die eigenverantwortlich von jedem Besucher genutzt werden.

Türklinken, wie z.B. die von Haustüren und WC-Türen, ebenso wie die Handläufe im Treppenhaus, werden zwischendurch von Helfern mit Flächendesinfektionsmittel gereinigt.

WC-Anlagen werden ebenfalls nach den Abstandsregeln betrieben.

  1. Im Damen-WC ist nur jede zweite Toilettenkabine geöffnet, und das mittlere der drei Waschbecken bleibt geschlossen. Fenster werden vor Beginn des Gottesdienstes geöffnet.
  2. Im Herren-WC ist das mittlere der Urinale gesperrt, nur die Toilettenkabine am Fens-ter ist geöffnet und nur das rechte Waschbecken ist freigegeben. Auch hier werden vor Beginn des Gottesdienste die Fenster geöffnet.

Um für eine ausreichende Belüftung des Gottesdienstsaals zu sorgen, werden nach Möglichkeit vor Beginn des Gottesdienstes Türen und Oberlichter geöffnet.

Gestaltung der Gottesdienste:

  1. Es wird nicht gesungen. Stattdessen werden instrumentale Musikbeiträge oder Videobeiträge bevorzugt.
  2. Für gemeinsame Lesungen wird der Beamer genutzt und keine Bücher. Dabei besteht Mundschutzpflicht.
  3. Immer nur eine Person steht zur gleichen Zeit vorne am Altar, Tisch oder Pult.
  4. Kollektenkörbe werden nicht durch die Reihen gegeben, sondern am Ausgang platziert.