Im Mai

Leider sind die Corona-Infektionszahlen für Duisburg weiter hoch. Um den Begrenzungen daraus Rechnung zu tragen, hat die Gemeinde beschlossen, die Präsenzgottesdienste vorläufig bis 31.05.2021 auszusetzen. Ab sofort werden daher sonntags Gottesdienste ohne Besucher aufgezeichnet, die wieder ins Netz gestellt werden. Wir bitten um Verständnis.

Der nächste Gottesdienst ist für den Muttertag geplant. Ab 09.05.2021 finden Sie den Gottesdienst für Muttertag unter dem soeben gelesenen und unterstrichenen Wort Gottesdienst ab 8:00 Uhr.

Die Redaktion der Web-Seite

Gedanken zu Mai

Du aber tritt für die Leute ein, die sich selbst nicht verteidigen können! Schütze das Recht der Hilflosen! …. Hilf den Armen und Unterdrückten!“

Monatsspruch Mai 2021 Sprüche 31 Vers 8

 

Liebe Geschwister und Freunde der Gemeinde Duisburg-Mitte,

Diese Worte aus Sprüche 31 sind ursprünglich an einen König gerichtet, an die Regierenden, würden wir heute sagen. Die Erfahrungen, die wir in unserer Gesellschaft mit diesem Thema machen, sind oft andere:
Oft treten auch die Regierenden in unserem Land für die ein, die die stärkste Lobby haben, die das meiste Geld, die größte Wirtschaftsmacht haben, die sich „bei Hofe“, im Bundestag und bei der Bundesregierung dadurch nachhaltig Gehör verschaffen und deren Interessen auch unsere Regierenden allzu oft folgen.
Doch, obwohl unser Grundgesetz ja genau dies fordert, – und die Bibel an vielen Stellen auch! – :  Wer tritt für die Leute ein, die sich selbst nicht verteidigen können? Wer schützt das Recht der Hilflosen? Wer hilft den Armen und den Unterdrückten? … Wir sind doch ein Sozialstaat und die Menschenrechte unantastbar und unveräußerlich?

Wir machen gerade die Erfahrung, dass das Lieferkettengesetz bis fast zur Auflösung seiner ursprünglichen Substanz weichgespült wurde, weil die Wirtschaftslobby sich weitgehend durchgesetzt hat. Vielen anderen Gesetzen, die die Armen und Schwachen unserer Gesellschaft und die unsere Umwelt schützen sollen, ergeht es ähnlich. Wir machen die Erfahrung, dass in der Corona-Pandemie viele Reiche noch reicher und die Armen in unserer Gesellschaft noch ärmer werden. Großkonzerne bauen ihre Marktmacht aus, viele kleine Händler, Gewerbetreibende, Gastronomie, Künstler stehen kurz vor dem Konkurs. Auch Kinder und Jugendliche, auch die Alten haben nicht wirklich eine Lobby. Die Situation der Flüchtlinge an den Grenzen Europas, die die Corona-Pandemie um ein vielfaches härter trifft als uns in Europa, schreit zum Himmel!  „Die Schande Europas“, so nennt dies der Menschenrechtsaktivist Jean Ziegler.
Merken wir das eigentlich? Nehmen wir es noch wahr? Interessiert es uns denn überhaupt?
Wie „besoffen“ sind wir eigentlich, dass wir gar nichts mehr merken, dass das tagtäglich an uns, an unserer Wahrnehmung und an unserem Leben vorbei geht? …. Dass wir tagtäglich am Elend Anderer einfach vorbei gehen?
Sorry, aber diese Frage stellt der Kontext unseres Bibelverses selbst, wenn er sagt: „Ein König soll sich nicht betrinken; er könnte sonst im Rausch das Recht vernachlässigen und die Not der Bedürftigen vergessen.“ (Sprüche 31 Verse 4+5)
Womit berauschen wir uns, womit betäuben wir unsere Wahrnehmung?  Ist es die Angst vor dem Verlust unseres eigenen Wohlstands, unseres eigenen Wohlergehens?  Ist es die Angst, uns für das Recht der Armen öffentlich zu positionieren und entsprechend zu handeln? …. Oder ist es einfach nur unsere Gleichgültigkeit?

Die Bibel fordert uns in diesem prophetischen Wort dazu auf, mit einem klaren und wahrnehmenden Verstand  durch unser Leben zu gehen, für die Leute einzutreten, die sich selbst nicht verteidigen können, das Recht der Hilflosen zu schützen und den Armen und Unterdrückten zu helfen. Auch Jesus von Nazareth erinnert uns immer wieder daran und hat uns vorgelebt, wie das geht!

Ja, es gibt sie, die „Gerechtigkeitsbibel“, herausgegeben von der „Micha-Initiative“, unterstützt auch von der Kindernothilfe. In dieser Bibel mit einem Erklärungsteil in der Mitte sind im Text mehr als 3.000 Verse zu Armut und Gerechtigkeit hervorgehoben. Diese Bibelausgabe habe ich hier verwandt. Sie könnte unsere Wahrnehmung zu Armut und Gerechtigkeit schärfen!

VW

Regeln für Präsenzgottesdienste

Der Zugang zu den Gottesdiensten wird auf maximal 63 Personen begrenzt. Die Bestuhlung wird gemäß den Abstandsregeln vorgenommen

Im Treppenhaus wird Rechtsverkehr eingerichtet, was ebenfalls mit Klebestreifen markiert wird.

Die Garderobennutzung wird wegen des Kleidungsabstandes unterbunden. Jacken sind mit zum Platz zu nehmen.

Bei allem bleibt der Appell an die Selbstverantwortung, auf die gebotenen Abstandsregeln zu achten.

Besucher tragen einen Mundschutz wie es in öffentlichen Gebäuden Pflicht ist. An der Stelle interpretieren wir unser Gemeindehaus als öffentliches Gebäude. Auf ihren Plätzen sitzend dürfen die Besucher ihren Mundschutz abnehmen, solange der Mindestabstand eingehalten ist. Der Mundschutz muss wieder aufgesetzt werden, sobald der Platz verlassen wird.

Für die Nutzung des Personenaufzuges gilt: Personen des gleichen Haushalts dürfen den Aufzug zusammen nutzen. Für Personen aus verschiedenen Haushalten besteht Mundschutzpflicht, wenn sie den Aufzug gleichzeitig nutzen.

Um die Kontaktketten nachweisen zu können, wird am Eingang eine Liste ausgelegt, in die jeder Besucher seinen Namen einträgt. Mitglieder der Gemeinde EFG DU-Mitte kreuzen an, dass sie Mitglied sind und tragen zusätzlich ihren Namen ein. Bei Bedarf (Infektionsfall) wird die Adresse dem Mitgliederverzeichnis entnommen. Gäste hingegen tragen auch ihre Adresse mit ein. Zusätzlich wird am Anfang eines Gottesdienstes ein Foto gemacht. (Hierzu siehe Liste unten)

Zur Händedesinfektion stehen sowohl im EG als auch im OG Händedesinfektionsmittelspender bereit, die eigenverantwortlich von jedem Besucher genutzt werden.

Türklinken, wie z.B. die von Haustüren und WC-Türen, ebenso wie die Handläufe im Treppenhaus, werden zwischendurch von Helfern mit Flächendesinfektionsmittel gereinigt.

WC-Anlagen werden ebenfalls nach den Abstandsregeln betrieben.

  1. Im Damen-WC ist nur jede zweite Toilettenkabine geöffnet, und das mittlere der drei Waschbecken bleibt geschlossen. Fenster werden vor Beginn des Gottesdienstes geöffnet.
  2. Im Herren-WC ist das mittlere der Urinale gesperrt, nur die Toilettenkabine am Fens-ter ist geöffnet und nur das rechte Waschbecken ist freigegeben. Auch hier werden vor Beginn des Gottesdienste die Fenster geöffnet.

Um für eine ausreichende Belüftung des Gottesdienstsaals zu sorgen, werden nach Möglichkeit vor Beginn des Gottesdienstes Türen und Oberlichter geöffnet.

Gestaltung der Gottesdienste:

  1. Es wird nicht gesungen. Stattdessen werden instrumentale Musikbeiträge oder Videobeiträge bevorzugt.
  2. Für gemeinsame Lesungen wird der Beamer genutzt und keine Bücher. Dabei besteht Mundschutzpflicht.
  3. Immer nur eine Person steht zur gleichen Zeit vorne am Altar, Tisch oder Pult.
  4. Kollektenkörbe werden nicht durch die Reihen gegeben, sondern am Ausgang platziert.