Im Mai und diese aktuelle Woche

Liebe Gäste, Freunde und Gemeindemitglieder!

Ab dem 01.05. sind wieder Gottesdienste in NRW möglich. Die Anforderungen des Robert-Koch-Institutes (RKI) für einen sicheren Gottesdienst sind allerdings hoch, vor allem in Bezug zu Risikogruppen. Da uns der gemeinsame Gottesdienst aller Gemeindemitglieder aber wichtig ist, hofft die deutschsprechende Gemeinde, dass sich die allgemeine Gefährdungs-Situation in Deutschland so gut entwickelt, dass Ende Mai wieder ein Gottesdienst stattfinden kann. Näheres wird noch bekannt gegeben.

Wir haben allerdings auch gute Neuigkeiten. Zum Pfingstfest, dem 31.05., wurde wieder ein Gottesdienst aufgenommen, der über Internet zur Verfügung steht und unter dem Link Gottesdienst zu finden ist. Man kommt sehr einfach dahin, indem man das Wort „Gottesdienst“, was Sie/Ihr gerade gelesen haben/habt, welches unterstrichen ist, anklickt. Dann öffnet sich die Gottesdienst-Aufnahme.

Die Redaktion der Webseite

Gedanken zum Monat Mai 2020

Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes,
jeder mit der Gabe, die er empfangen hat!

Monatsspruch Mai 2020: 1.Petrusbrief Kapitel 4 Vers 10

 

Wenn ich an „Kirche“ oder „Gemeinde“ denke, dann fallen mir immer zuallererst die Menschen ein, die in der Kirche versammelt sind. Kurz gesagt: Menschen, die als Christinnen und Christen gemeinsam Gottes frohe Botschaft leben und weitergeben. Mich fasziniert dann immer die Selbstverständlichkeit, mit der sich die unterschiedlichsten Menschen einbringen: in der Planung und Durchführung des Gottesdienstes bis zum Besuch kranker Gemeindeglieder. Das ist für mich Kirche: Es geht um das Leben in einer Gemeinde, um ein Geflecht aus verschiedenen Aktivitäten.

Der Monatsspruch für den Mai richtet sich auch an eine Gemeinde, genauer an die ersten Christinnen und Christen in Kleinasien. Petrus schreibt ihnen einen Brief zur Ermutigung. Sie leben in einer feindlichen Umwelt und brauchen viel Kraft, an ihrem Glauben festzuhalten.

Zum Glück geht es uns Christinnen und Christen hier in Deutschland viel besser. Wir werden nicht verfolgt und können öffentlich unseren Glauben bekennen. Von dieser Seite droht also wenig Gefahr.

Aber der Wind ist rauer geworden für kirchliche Gemeinschaften. Nicht gefährlich, aber auch nicht mehr tragend. Und auch, was das gemeindliche Leben angeht. Aus Erfahrung weiß ich ja: In einer Gemeinschaft ist nicht nur Friede –  Freude – Eierkuchen. Wie kann man also seine Gaben gut verwalten?

Auch Petrus weiß das, und deshalb gibt er klare Anweisungen (in den Versen nach unserem Monatsspruch): Besinnt euch immer wieder darauf, wem ihr diese Gaben verdankt. Und handelt in seinem Sinne.

Das könnte so aussehen: Seid gastfreundlich, ohne euch zu beklagen. Dient einander, jeder mit der Gabe, die er – oder sie – erhalten hat. Damit seid ihr gute Verwalter der Gaben, die Gott ohne Vorbedingung jedem Menschen geschenkt hat. Kurz gesagt: Habt euch lieb, denn die Liebe macht viel Schuld wieder gut.  Auch Bespiele bietet Petrus, wie das gehen kann:

Wenn jemand Gottes Wort verständlich weitergeben kann, dann soll er es tun. Und wenn jemand für die organisatorischen Aufgaben begabt ist, dann soll er das auch tun. Diese jahrtausendalte Anweisung lässt sich gut in meinen/unsern (Gemeinde-)Alltag übertragen:

Wenn einige gut einladen, moderieren, referieren und dekorieren können, dann sollen sie das machen. Wenn andere Kaffee und Kuchen lecker zubereiten oder mit anderen Menschen ins Gespräch kommen können, dann sollen sie das auch tun.

Und auch, wenn manche die Gabe haben zu beten, für die Gemeinde oder für einzelne Gemeindeglieder.

Egal, was wir machen, es soll zur Ehre von Jesus Christus geschehen. Ohne Neid und Vergleichen. Alle sind beschenkt mit Gaben, die benötigt werden beim Bau von Gottes Reich.

Jede, jeder von uns hat eine eigene, besondere Gabe von Gott geschenkt bekommen. In der besonderen Gabe zeigt sich Gottes vielfältige Gnade. Nutzen wir sie! In Gottes Angesicht. Gerade in diesen Zeiten, in der Gemeinschaft nicht in vollem Ausmaß möglich ist.

Mit vielen Grüßen und Segenswünschen

EI