Gedanken zu Juli / August 2016

Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander! (Markus 9,50)

 

Wieder einmal Sommerferien!

Wieder eine Möglichkeit, neue Orte zu entdecken und neue Gerichte zu genießen!

In Spanien, dem Land, aus dem ich komme, gibt es ein Lebensmittel, das mit Sicherheit jeder Tourist kennt: den gesalzenen, luftgetrockneten Schinken. Der bekannteste ist gewiss der „Serrano-Schinken“. Man bekommt ihn als gängiges Häppchen („Tapa“) in den Bars der Halbinsel. Seine Eigenschaften sind so geschätzt, dass man zu sagen pflegt „es ist kein Heiliger, aber tut Wunder“. Sein Preis kann sehr hoch sein, bis über 200 EUR pro Kilo. Interessant, was Salz alles bewirken kann. Es schenkt einem kurzlebigen Produkt Dauer und Wert.

In dem oben angegebenen Bibelvers sagt Jesus seinen Jüngern, das Leben solle mit Salz gewürzt werden. In diesem Aufruf Jesu zum “Würzen” ist das Salz ein Symbol für die Dauer und den Wert der Verantwortung, die jeder in der Beziehung zu seinen Mitmenschen trägt. Ohne Salz könnte sonst das Leben eines jeden geschmacklos, ja dumm werden – so die alten Rabbiner.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie in diesen Sommerferien viel Gutes kosten und den Anderen ein geschmackvolles Miteinander anbieten.

JMG

 

Gemeinde Jahresbericht 2015

Menschen sind unterwegs. Sie teilen sich Wegstrecken oder tanken zusammen auf. Zeitlich gesehen ist die gemeinsame Wegstrecke im Rahmen der Gemeinde eher kurz. Sie hat aber im Leben vieler Menschen eine besondere Bedeutung. Daher sind Veränderungen ein sensibles Thema. Auch kleine Veränderungen können dazu führen, dass die Gruppe neu in den Tritt finden muss.

In der Julius-Straße haben ausflugjgbwir mehrere kleinere Veränderungen in der Gottesdienstgestaltung Gemeinde Jahresbericht 2015durchgeführt. Im Vorfeld standen Fragen nach Ideen und Möglichkeiten im Vordergrund. Die Sorge, ob andere neue Vorschläge aufnehmen können, prägte spürbar so manche Diskussion. Viele Vorschläge mussten sich dann an der gemeindlichen Realität messen lassen. An der einen oder anderen Stelle wurde deutlich, dass eben nicht die anderen der Stolperstein waren, sondern aus sachlichen Gründen Ideen nicht wie gehofft realisiert werden konnten.

Was geblieben ist:

Monatlich gestaltet ein Musikteam den Gottesdienst mit. Die Kinder kommen stärker im Gottesdienst vor. Das macht sich beispielsweise an der Sitzordnung bemerkbar, denn sie sind nun mitten drin. Monatlich kommt ein besonderes Kinderelement vor. Das kann eine Geschichte, ein gemeinsames Lied oder etwas anderes sein. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt.

Ziel dieser Veränderungen war es etwas mehr Persönliches in dem Gottesdiensten spürbar werden zu lassen. Es ist uns gelungen, diese kleinen Veränderungen einzuführen und bis jetzt kontinuierlich durchzuführen, so dass sich nun eine gewisse Routine einstellt. In 2016 möchten wir noch zusätzliche Mitarbeiter für diese Aufgabe gewinnen.

Im Laufe des Jahres haben wir noch weitere Wegbegleiter dazu bekommen. Christen aus dem Kongo feiern ihren Gottesdienst sonntags in einem der Gemeinderäume. Wir spüren, dass sie einen ganz anderen Schritt drauf haben. Derzeit sind immer wieder Absprachen und Koordination erforderlich, was mal mehr und mal weniger gelingt.

Diese Veränderungen auf dem gemeinsamen Weg sind nicht sehr stark. Dennoch nehmen sie viel Energie in Anspruch. Es tat daher gut, zusammen mit dem Ehepaar Muskolus über „Einander annehmen im Lebensraum der Gemeinde“ nachzudenken. Dieses gemeinsame Wochenende war ein hilfreiches Achtsamkeits-Training und tat daher gut.

AF