Björn Amadeus in Concert

Nun ist das Konzert mit Björn Amadeus vorbei. Alle, die dabei waren, waren begeistert. Es war eine sehr gute Atmosphäre und alles hat gut geklappt. Das Catering und die Technik wurde bravourös durch Familien aus der Gemeinde bestritten. Die Vorderwand des Gemeindesaals wurde in stimmungsvolles Licht getaucht. Außerdem musste viel Technik aufgebaut und in das Gemeindehaus getragen werden, was starke Männer erledigten.

Zu Beginn wurden wir vom Pastor der Gemeinde begrüßt und erfuhren, was der bekannte Name „Amadeus“ bedeutet. Der Name setzt sich aus dem Imperativ ama! ‚liebe!‘ von lat.. amare und deus „Gott“ zusammen und bedeutet ursprünglich ‚liebe Gott!‘.

Björn Amadeus Liebe zu Gott war in seinen Liedern und Wortbeiträgen zu spüren. Seine Lieder redeten von seinen persönlichen Glaubenserfahrungen und machten Mut, mit Gott den Alltag zu leben. Ähnlich wie Martin Luther seiner Zeit entsprechend seine Lieder dichtete, hatte jede Zeit ihre eigene Art und Weise, Glauben durch eigene Lieder zum Ausdruck zu bringen. Auch in heutiger Zeit entstehen Gemeinden mit einem zeitgemäßen Liedgut. Es ist wichtig, dass unser Glaube immer wieder neu zum Ausdruck gebracht wird. In diesem Sinne sollte das Konzert eine Verbindung zur Reformation vor 500 Jahren herstellen. Lieder verbinden, Lieder motivieren, Lieder erquicken die Seele, wie die Psalmen es in ihrer Zeit auch taten. Schade, dass nicht jeder dieses Konzert miterleben konnte. Ich meine, das Konzert tat uns gut, unserer Seele, unserem Glauben, unserer Gemeinde!

Ich glaube, es gibt mehr: „Ich glaube an die Macht der Liebe, an das Licht, das ewig scheint, an einen liebevollen Vater, der es so gut mit uns meint, der für uns da ist jederzeit.“ (Text & Musik: Björn Amadeus Kahl)

WH

Gedanken zu Oktober 2017

Monatspruch Oktober:

Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes
über einen Sünder, der Buße tut

Lukas 15,10

 

Liebe Leserin, lieber Leser!

In den Gleichnissen sucht Jesus Verlorene – im wirklichen Leben auch. Warum tut er das? Weil oft ohne Schuld ist, wer sich selbst verliert. Das konnte damals, zur Zeit Jesu, geschehen, und geschieht heute vielleicht noch mehr. Damals, so kommt es uns jedenfalls vor, war die Welt geordneter. Die Möglichkeiten, das Leben zu gestalten, gab es – nur längst nicht in dem Spektrum wie heute.

Die Welt hat sich geändert seit Jesus. Menschen erkennen immer mehr die vielen Möglichkeiten, die das Leben bietet. Viele wollen „in die Welt“ und raus aus dem Alten, Gewohnten, manchmal Unerwünschten. Das sei auch jedem gegönnt. Aber zugleich wissen wir, dass unsere Fähigkeiten meist mit den Möglichkeiten nicht Schritt halten. Wir begehren oft so viel mehr, als wir können und als uns gut tut, und verlieren uns dann in den Plänen, Möglichkeiten und Wünschen – heute schneller als wir wahrhaben wollen. Und manche sind verlorener, als sie selbst wissen.

Verlorenheit fühlt man eher, als man sie erkennt. Darum lass dir genügen an dem, was dir möglich ist. Diesen leisen Ruf sollten wir hören. Gott will nicht, dass ich mich verliere. Er will, dass ich Leben gewinne. Dazu gehört auch mal Anhalten, Stillstehen im richtigen Moment. Buße beginnt mit Stillstehen und sich dann fragen: Muss das alles sein, was ist, was ich will? Wer so fragt, kommt Gott näher und fühlt dann die Arme, in die Jesus ihn nimmt (Lukas 15, 20).

WB

 

Senioren auf großer Fahrt

Am 13.09.2017 war es wieder soweit. Abfahrt für uns aus der Gemeinde Duisburg Mitte war an der Gemeinde Schmiedestraße. Diesmal ging es nach Giethoorn in den Niederlanden.  Aus sieben Gemeinden waren wir  mit insgesamt 47 Personen an Bord. Hier und da gab es dann auch ein freudiges Hallo.

Das Wetter zeigte sich etwas launisch, Sonne, Sturm und Regen wechselten sich ab. Aber wir saßen ja im Trockenen und genossen die Aussicht während der Fahrt. Außerdem hatten wir ja genügend Gesprächsstoff, da kam keine Langeweile auf.

Die Tagesordnung wurde wegen verkehrsbedingter Verspätung spontan umgeändert und es ging zunächst einmal zur Stärkung in das Restaurant. Da gab es reichliche Auswahl, serviert von einer routinierten Bedienung.

Nur wenige Meter vom Restaurant stiegen wir dann in ein Boot zur Rundfahrt durch die Grachten . Angesichts des unruhigen Wetters wurden die Fenster geschlossen und wir starteten durch das „Venedig des Nordens“.

Eine Stunde lang genossen wir eine idyllische Reise vorbei an riedgedeckten Häusern und gepflegten Gärten. Wir passierten diverse Brücken und landeten dann im Isselmeer. Schade war eben nur das regnerische und stürmische Wetter, welches gute Fotografien weitgehend verhinderte. Etliche haben es dennoch versucht.

Viel zu schnell ging diese Stunde um und es ging weiter in das örtliche Museum. Wie im Flyer beschrieben mit allem, was einen alten Torfstecher-Bauernhof ausmacht

Einige Ausstellungsstücke weckten spontane Erinnerungen und ich selber fand die Häubchen einfach Spitze.

Wir hatten noch genügend Zeit, um die Räumlichkeiten zu erforschen und einen Kurzfilm anzusehen. Hoch zufrieden ging es dann zum Bus.

Übrigens lachte da die Sonne. Die Rückfahrt wurde uns mit Kurzgeschichten und Anekdoten versüßt. Ein ereignisreicher Tag neigte sich zum Ende und zu meiner Freude kam ich noch bei Tageslicht zu Hause an.

Nächstes Jahr geht es vielleicht in die Eifel. Unser Dank gilt dem Team vom Arbeitskreis Senioren im Landesverband NRW für ihren Einsatz.

SD

Jahresthema 2017

An den Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Ich kenne deine Werke, und ich habe vor dir eine Türe geöffnet, die niemand mehr schließen kann. Du hast nur geringe Kraft, und dennoch hast du an meinem Wort festgehalten und meinen Namen nicht verleugnet. Offenbarung des Johannes, Kap. 3, Verse 7-8

Liebe Gemeinde!

So sehr hat diese kleine Gemeinde in Philadelphia durch die Jahrhunderte Christen beeindruckt, dass viele ihren Gemeinden diesen Namen gegeben haben: „Philadelphia“. Eine Gemeinde, die Begrenzungen, Erschütterungen und Glanzzeiten kannte. Auch wir können von der Gemeinde in Philadelphia lernen, dass wir uns um die Zukunft unserer Gemeinde nicht fürchten müssen. Die Frage nach der „Zukunftsfähigkeit“ unserer Gemeinde – man darf sie  sehr wohl auch stellen, wenn es dabei um die Frage nach zeitgemäßen Strukturen innerhalb von Gemeinde geht, jedoch nicht als grundsätzliche Frage nach dem Überleben der Gemeinde. Denn für letzteres trägt keine Gemeinde die Verantwortung und Sorge, sondern Christus selbst, der um das weiß, was seine Gemeinde ausmacht und ihr Mühe bereitet, und der Türen in die Zukunft öffnet: „Siehe, ich habe vor dir eine Türe geöffnet …“.

Türen werden sich immer wieder auftun. Nur – man muss den Mut haben, hindurch zu gehen. In einer sich verändernden Zeit und Umgebung sollten auch wir als Gemeinde vertrauensvoll und zuversichtlich nach der Ausrichtung unseres zukünftigen Weges fragen, sodass wir unseren Platz und Auftrag in unserer Umgebung neu ausfüllen können, und zwar da, wo Menschen auf die lebensstiftende Kraft des Evangeliums warten. Unsere „kleine Kraft“ steht unter einer großen Verheißung. Unsere Gemeinde lebt nicht von ihren Erwartungen her, sondern vom Vertrauen gegenüber dieser Zusage: „Siehe, ich habe vor dir eine Tür geöffnet …“. Es lohnt sich dran zu bleiben und einen langen Atem zu haben.

Davon soll etwas in diesem Jahr 2017 deutlich werden unter dem Jahresthema „Kleine Kraft – Offene Türen“ – und davon, dass es sich lohnt, unerschütterlich und ohne Angst dem lebendigen WORT der Zukunft zu vertrauen.

WB

Ein Blick auf’s Leben. 2016 in DU

Das Jahr 2016 war für uns als Gemeinde von Anfang bis Ende geprägt von nüchternen Themen, die das Gemeindehaus und die finanzielle Situation der Gemeinde betreffen. Nicht nur wir als Gemeindeglieder sind altersmäßig im Schnitt in die Jahre gekommen, sondern eben auch unsere Immobilien. Das wird mit der Zeit teuer, lähmte aber unser Gemeindeleben nicht.

Wir lobten Gott z.B. im alljährlichen Taizé-Gottesdienst, blickten weiterhin mit dem Benefizkonzert über unseren Gemeindetellerrand und feierten als Gesamtgemeinde mit den spanischen Geschwistern im Sommer ein Hoffest, das bei Groß und Klein sehr guten Anklang fand.

Auch unsere Internetseite wurde aufgefrischt und zeugt ebenfalls von Leben in unserer Gemeinde. Zwei Geschwister haben es sich darüber hinaus zur Aufgabe gemacht, ältere Gemeindeglieder, die nicht mehr  oder nur unregelmäßig am Gemeindeleben teilnehmen können, zu besuchen und im Gemeindebrief davon zu erzählen.

Auch sportlich waren einige Geschwister wieder mit dem Fahrrad unterwegs und lebten geistliche Gemeinschaft auch auf dieser Ebene ganz praktisch.

Zum Leben gehört aber nicht nur die Geburt  — für die Taufe von sieben spanischen Geschwistern danken wir Gott von ganzem Herzen  —sondern auch das Sterben und der damit verbundene Abschied. So mussten wir uns dieses Jahr von der Gründerberatungsstelle IMPULS-Duisburg verabschieden. Sie hatten 25 Jahre lang Räume in unserer Gemeinde gemietet, die allerdings nach dem Ende der Beratungsarbeit an spanische Geschwister weitervermietet werden konnten. Auch hier ein Abschied mit anschließendem Willkommen.

Und die wirtschaftliche Situation der Gemeinde führte letztlich dazu, dass wir noch mehr zusammenrückten, um Ideen zu entwickeln. Kleine Verkaufsaktionen von Einzelnen sind ebenfalls Zeichen von Gottes Wirken.

So wirkt Gottes Geist unter uns und in unser Umfeld hinein und wir können staunen, wenn wir uns die Zeit nehmen hinzusehen wie  groß unser Gott ist.

Die Themenreihe zum Jahresabschluss bzw. zum Anfang des neuen Kirchenjahres „Mit Verheißungen leben“ unterstreicht unser Gemeindejahr. Wir gestalten das Hier und Jetzt und leben hoffnungsvoll in der Verheißung, die Gott uns gegeben hat: ICH BIN DA!

TF