Im November und diese aktuelle Woche

22.11.2017 19:00h Ökumenischer Gottesdienst zum Buß- und Bet-Tag in der Salvatorkirche, Duisburg

22.11.2017 19:30h Gebetskreis spanischsprechende Gemeinde / Estudio bíblico – Oración

26.11.2017 10:00h Gottesdienst m. Niederrheinischer Kantorei, m. Kai Jacobi

26.11.2017 11:30h Gottesdienst spanischsprechende Gemeinde / Servicio religioso

Gedanken zu November

Monatsspruch November 2017

Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein

und sie sollen mein Volk sein

Hesekiel 37,27

 

Liebe Leserin, lieber Leser!

Die Nähe Gottes ist oft unser Problem. Wir sehen ihn nicht, auch erkennen wir ihn nicht – meinen wir. Gott soll uns nahe sein, damit wir leichter und klarer an ihn glauben können. Er scheint uns fern. Wir empfinden uns als allein gelassen.

Die Nähe Gottes ist das größte Problem des Glaubens. Nicht erst für uns, auch schon zu Zeiten des Ersten Testaments der Bibel, das wir gerne „Altes“ Testament nennen. Es ist aber nicht so alt, wie es klingt. Es ist ebenso präsent und aktuell wie das andere Testament, das wir das „Neue“ nennen.

Im Ersten Testament ist Gott in seinen Geboten nahe, die unser Leben bestimmen und schützen sollen. Im Zweiten Testament ist es Jesus und sein Geist, in dem Gott wohnt und nahe ist. Der Monatsspruch verspricht nichts Zukünftiges, sondern Gegenwärtiges. Nähe Gottes ist immer! Überall! Wenn wir seine Gebote achten und sein Geist der Liebe gepflegt wird.

Gott hat viele Kleider, in der er sich hüllt. Manchmal sind wir überrascht, wie ärmlich Gott aussehen kann in einem Menschen, der der Liebe bedarf. Dann wieder sind wir erstaunt, wie prächtig sich Gottes Schöpfung uns zeigt und wir nur danken können für so viel Schönheit. Gott wohnt in den Herzen, die staunen, lieben, rücksichtsvoll sind und die Schöpfung nicht missbrauchen allein zu eigenen Zwecken. Gott lebt in uns Menschen, die seinen Geist achten in Worten und Taten. Und Gott verschwindet auch nicht, wenn wir Menschen die Erde verlassen und sterben. Gottes Wohnung ist nicht an die Erde gebunden. Seine Schöpfung ist auch der Himmel. Den hält er bereit für alle, die darauf hoffen. Und für alle, die darum bitten.

WB

 

Ewigkeitssonntag mit der Niederrheinischen Kantorei

Ewigkeitssonntag mit der Niederrheinischen Kantorei

Am Ewigkeitssonntag kommt die Niederrheinische Kantorei mit anspruchsvoller Chormusik in unseren Gottesdienst. Sie hatte am vergangenen Palmsonntag bei uns die Johannes-Passion aufgeführt.

Stücke von Johannes Brahms, Herzogenberg und anderen werden nun im Gottesdienst am 26.11. zu hören sein. Es sind Stücke, die vom Leid und von Hoffnung sprechen, die immer wieder in unserem Leben spürbar sind. Selbst wer Chormusik nicht in seiner Playlist hat, wird die inspirierende und aufbauende Kraft dieser Musik spüren.

Also herzliche Einladung zu diesem besonderen Gottesdienst am 26. November, dem letzten Sonntag im Kirchenjahr. Er wird bereichern.

AF

 

Jahresthema 2017

An den Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Ich kenne deine Werke, und ich habe vor dir eine Türe geöffnet, die niemand mehr schließen kann. Du hast nur geringe Kraft, und dennoch hast du an meinem Wort festgehalten und meinen Namen nicht verleugnet. Offenbarung des Johannes, Kap. 3, Verse 7-8

Liebe Gemeinde!

So sehr hat diese kleine Gemeinde in Philadelphia durch die Jahrhunderte Christen beeindruckt, dass viele ihren Gemeinden diesen Namen gegeben haben: „Philadelphia“. Eine Gemeinde, die Begrenzungen, Erschütterungen und Glanzzeiten kannte. Auch wir können von der Gemeinde in Philadelphia lernen, dass wir uns um die Zukunft unserer Gemeinde nicht fürchten müssen. Die Frage nach der „Zukunftsfähigkeit“ unserer Gemeinde – man darf sie  sehr wohl auch stellen, wenn es dabei um die Frage nach zeitgemäßen Strukturen innerhalb von Gemeinde geht, jedoch nicht als grundsätzliche Frage nach dem Überleben der Gemeinde. Denn für letzteres trägt keine Gemeinde die Verantwortung und Sorge, sondern Christus selbst, der um das weiß, was seine Gemeinde ausmacht und ihr Mühe bereitet, und der Türen in die Zukunft öffnet: „Siehe, ich habe vor dir eine Türe geöffnet …“.

Türen werden sich immer wieder auftun. Nur – man muss den Mut haben, hindurch zu gehen. In einer sich verändernden Zeit und Umgebung sollten auch wir als Gemeinde vertrauensvoll und zuversichtlich nach der Ausrichtung unseres zukünftigen Weges fragen, sodass wir unseren Platz und Auftrag in unserer Umgebung neu ausfüllen können, und zwar da, wo Menschen auf die lebensstiftende Kraft des Evangeliums warten. Unsere „kleine Kraft“ steht unter einer großen Verheißung. Unsere Gemeinde lebt nicht von ihren Erwartungen her, sondern vom Vertrauen gegenüber dieser Zusage: „Siehe, ich habe vor dir eine Tür geöffnet …“. Es lohnt sich dran zu bleiben und einen langen Atem zu haben.

Davon soll etwas in diesem Jahr 2017 deutlich werden unter dem Jahresthema „Kleine Kraft – Offene Türen“ – und davon, dass es sich lohnt, unerschütterlich und ohne Angst dem lebendigen WORT der Zukunft zu vertrauen.

WB

Ein Blick auf’s Leben. 2016 in DU

Das Jahr 2016 war für uns als Gemeinde von Anfang bis Ende geprägt von nüchternen Themen, die das Gemeindehaus und die finanzielle Situation der Gemeinde betreffen. Nicht nur wir als Gemeindeglieder sind altersmäßig im Schnitt in die Jahre gekommen, sondern eben auch unsere Immobilien. Das wird mit der Zeit teuer, lähmte aber unser Gemeindeleben nicht.

Wir lobten Gott z.B. im alljährlichen Taizé-Gottesdienst, blickten weiterhin mit dem Benefizkonzert über unseren Gemeindetellerrand und feierten als Gesamtgemeinde mit den spanischen Geschwistern im Sommer ein Hoffest, das bei Groß und Klein sehr guten Anklang fand.

Auch unsere Internetseite wurde aufgefrischt und zeugt ebenfalls von Leben in unserer Gemeinde. Zwei Geschwister haben es sich darüber hinaus zur Aufgabe gemacht, ältere Gemeindeglieder, die nicht mehr  oder nur unregelmäßig am Gemeindeleben teilnehmen können, zu besuchen und im Gemeindebrief davon zu erzählen.

Auch sportlich waren einige Geschwister wieder mit dem Fahrrad unterwegs und lebten geistliche Gemeinschaft auch auf dieser Ebene ganz praktisch.

Zum Leben gehört aber nicht nur die Geburt  — für die Taufe von sieben spanischen Geschwistern danken wir Gott von ganzem Herzen  —sondern auch das Sterben und der damit verbundene Abschied. So mussten wir uns dieses Jahr von der Gründerberatungsstelle IMPULS-Duisburg verabschieden. Sie hatten 25 Jahre lang Räume in unserer Gemeinde gemietet, die allerdings nach dem Ende der Beratungsarbeit an spanische Geschwister weitervermietet werden konnten. Auch hier ein Abschied mit anschließendem Willkommen.

Und die wirtschaftliche Situation der Gemeinde führte letztlich dazu, dass wir noch mehr zusammenrückten, um Ideen zu entwickeln. Kleine Verkaufsaktionen von Einzelnen sind ebenfalls Zeichen von Gottes Wirken.

So wirkt Gottes Geist unter uns und in unser Umfeld hinein und wir können staunen, wenn wir uns die Zeit nehmen hinzusehen wie  groß unser Gott ist.

Die Themenreihe zum Jahresabschluss bzw. zum Anfang des neuen Kirchenjahres „Mit Verheißungen leben“ unterstreicht unser Gemeindejahr. Wir gestalten das Hier und Jetzt und leben hoffnungsvoll in der Verheißung, die Gott uns gegeben hat: ICH BIN DA!

TF