Im Januar

Leider sind die Corona-Infektionszahlen für Duisburg weiter hoch. Um den Begrenzungen daraus Rechnung zu tragen, hat die Gemeinde beschlossen, die Präsenzgottesdienste vorläufig bis 29.03.2021 auszusetzen. Ab sofort werden daher sonntags Gottesdienste ohne Besucher aufgezeichnet, die wieder ins Netz gestellt werden. Wir bitten um Verständnis.

Der nächste Gottesdienst im neuen Jahr 2021 zum 17.01.2021 ist unter dem nachfolgenden Wort Gottesdienst ab Sonntag 17.01.2021 08:00h zu finden.

Die Redaktion der Web-Seite

Rückenwind

Rückenwind ist super. Kürzlich fuhr ich mit dem Rad und hatte Rückenwind. Ohne große Mühe kam ich auf etwas über 40 km/h (ohne E-Motor). Es war fast wie fliegen. Das großartige war: Ich hatte den Eindruck, ich allein schaffe diese Geschwindigkeit. Nichts schien unmöglich zu sein.

Natürlich gibt es auch die anderen Tage mit Gegenwind. Das fühlt sich ganz anders an. Trotz aller Anstrengung scheint sich nichts zu bewegen. Alle Kraft ist verschwunden, die Beine sind wie Pudding und die Motivation auf dem Nullpunkt.

Wenn ich mir diese Eindrücke mit etwas Distanz betrachte, scheint mir die persönliche Leistung im Gegensatz zu meinem Empfinden zu stehen. Denn sich dem Gegenwind entgegen zu stemmen und durchzuhalten verlangt sehr viel mehr, als mit Rückenwind die Fahrt zu genießen. Seltsamerweise kann ich anderen eher mit der Geschwindigkeit imponieren als mit dem Durchhaltevermögen.

In den übrigen Lebensbereichen scheint es ähnlich zu sein. Meine Ausbildung, gute Beziehungen, mein Glaube, eine freiheitliche Gesellschaft, Gesundheit und eine feste Stelle und vieles mehr gibt mir im Leben Rückenwind. Vieles davon nehme ich als selbstverständlich wahr. Ich nehme mir etwas vor, arbeite mit tollen Leuten zusammen, das Umfeld stimmt und wir können schnell überzeugende Ergebnisse liefern. Ich bin stolz auf meine Leistung. Ein anderes Mal entstehen Missverständnisse, es bildet sich Widerstand, nichts will auf Anhieb funktionieren und immer wieder muss ich neu nachlegen, ändern, reden. Die Zeit läuft davon. Ich fühle mich überfordert und stehe kurz davor, die Brocken hinzuschmeißen. Es ist schon erstaunlich, welchen Einfluss solche Eindrücke haben und mich mit mir selbst zufrieden oder unzufrieden sein lassen. Sie wirken Identität stiftend oder desorientierend.

Elia, der in den frühen Jahren von Israel lebte, machte in diesem Auf und Ab des Lebens eine besondere Erfahrung mit Gott. Er begegnete, nach einem Tiefpunkt seines Lebens, Gott in der Stille. Gott fragt ihn: Warum bist du hier, wieso bist du an diesem Punkt in deinem Leben angelangt?

In der Stille, wenn die Phänomene des Lebens mich nicht erreichen, wenn ich ‚ich selbst‘ bin, fragt mich Gott: Was machst du da eigentlich? Immer mal wieder finde ich solche Momente der Stille – das fühlt sich nicht sonderlich spektakulär an. Aber ich besinne mich, komme zur Ruhe, bin nicht mehr der vom Erfolg oder Misserfolg Getriebene. Diese kurzen Zeiten machen mich zu keinem anderen Menschen, aber ich schöpfe daraus Kraft und Orientierung. Was ist mir wichtig? Der innere Kompass wird wieder kalibriert (geeicht). Das „Getriebensein“ fällt ab, der Blick wird klarer und mir fällt es leichter zu sehen, welcher nächste Schritt Sinn macht.

Wenn die Phänomene des Lebens wieder einmal auf Sie einprasseln, wünsche ich Ihnen Momente der Stille, einen neu kalibrierten Kompass, um sich selbst nicht zu verlieren. Dann gelingt auch der nächste gute Schritt.

AF

Regeln für Präsenzgottesdienste

Der Zugang zu den Gottesdiensten wird auf maximal 63 Personen begrenzt. Die Bestuhlung wird gemäß den Abstandsregeln vorgenommen

Im Treppenhaus wird Rechtsverkehr eingerichtet, was ebenfalls mit Klebestreifen markiert wird.

Die Garderobennutzung wird wegen des Kleidungsabstandes unterbunden. Jacken sind mit zum Platz zu nehmen.

Bei allem bleibt der Appell an die Selbstverantwortung, auf die gebotenen Abstandsregeln zu achten.

Besucher tragen einen Mundschutz wie es in öffentlichen Gebäuden Pflicht ist. An der Stelle interpretieren wir unser Gemeindehaus als öffentliches Gebäude. Auf ihren Plätzen sitzend dürfen die Besucher ihren Mundschutz abnehmen, solange der Mindestabstand eingehalten ist. Der Mundschutz muss wieder aufgesetzt werden, sobald der Platz verlassen wird.

Für die Nutzung des Personenaufzuges gilt: Personen des gleichen Haushalts dürfen den Aufzug zusammen nutzen. Für Personen aus verschiedenen Haushalten besteht Mundschutzpflicht, wenn sie den Aufzug gleichzeitig nutzen.

Um die Kontaktketten nachweisen zu können, wird am Eingang eine Liste ausgelegt, in die jeder Besucher seinen Namen einträgt. Mitglieder der Gemeinde EFG DU-Mitte kreuzen an, dass sie Mitglied sind und tragen zusätzlich ihren Namen ein. Bei Bedarf (Infektionsfall) wird die Adresse dem Mitgliederverzeichnis entnommen. Gäste hingegen tragen auch ihre Adresse mit ein. Zusätzlich wird am Anfang eines Gottesdienstes ein Foto gemacht. (Hierzu siehe Liste unten)

Zur Händedesinfektion stehen sowohl im EG als auch im OG Händedesinfektionsmittelspender bereit, die eigenverantwortlich von jedem Besucher genutzt werden.

Türklinken, wie z.B. die von Haustüren und WC-Türen, ebenso wie die Handläufe im Treppenhaus, werden zwischendurch von Helfern mit Flächendesinfektionsmittel gereinigt.

WC-Anlagen werden ebenfalls nach den Abstandsregeln betrieben.

  1. Im Damen-WC ist nur jede zweite Toilettenkabine geöffnet, und das mittlere der drei Waschbecken bleibt geschlossen. Fenster werden vor Beginn des Gottesdienstes geöffnet.
  2. Im Herren-WC ist das mittlere der Urinale gesperrt, nur die Toilettenkabine am Fens-ter ist geöffnet und nur das rechte Waschbecken ist freigegeben. Auch hier werden vor Beginn des Gottesdienste die Fenster geöffnet.

Um für eine ausreichende Belüftung des Gottesdienstsaals zu sorgen, werden nach Möglichkeit vor Beginn des Gottesdienstes Türen und Oberlichter geöffnet.

Gestaltung der Gottesdienste:

  1. Es wird nicht gesungen. Stattdessen werden instrumentale Musikbeiträge oder Videobeiträge bevorzugt.
  2. Für gemeinsame Lesungen wird der Beamer genutzt und keine Bücher. Dabei besteht Mundschutzpflicht.
  3. Immer nur eine Person steht zur gleichen Zeit vorne am Altar, Tisch oder Pult.
  4. Kollektenkörbe werden nicht durch die Reihen gegeben, sondern am Ausgang platziert.