Im Januar

Die Corona-Infektionszahlen für Duisburg liegen leider hoch. Es gilt für Duisburg die Corona-Inzidenzstufe 2. Eine Rückverfolgung der Gottesdienst-Besucher muss wieder sichergestellt werden. Es gilt die 3G-Regel für den Gottesdienstbesuch (3G = Geimpft, Genesen, Getestet – Test nicht älter als 24 Stunden).

Ab sofort werden daher sonntags wieder Präsenzgottesdienste im 14-Tage-Rhythmus stattfinden und aufgezeichnet.

Für die Teilnahme an einem Präsenzgottesdienst ist keine Voranmeldung durch die Corona-Vorschriften erforderlich. Allerdings gelten im Gottesdienst unverändert die weiter unten aufgeführten Hygieneregeln.

Der nächste Gottesdienst ist für den 2. Sonntag nach Epiphanias (16.01.2022) geplant.

Die Redaktion der Web-Seite

Gedanken zur Jahreslosung 2022

Jesus Christus spricht: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“

Johannes 6 Vers 37, Jahreslosung 2022

Der Vers wird uns im kommenden Jahr begleiten – und schon jetzt spricht er mich an, dreht er doch den Monatsspruch vom Dezember geradezu herum: Ich kann anklopfen und Wohnung nehmen bei Jesus, bei Gott. Ich brauche nicht darauf warten, dass ER anklopft (und ich ihn vielleicht nicht höre). Das ist eine andere Dynamik, in der ich in Bewegung komme, aus meiner Komfortzone heraus und aktiv mit meinem Anliegen auf Jesus zugehen muss – oder darf.

Das hört sich einfach an – ist es aber nicht. Mir muss nämlich klar sein, was ich von Jesus will, wenn ich zu ihm komme. Einfach ein Glas Wein trinken und ein bisschen für lockere Stimmung sorgen – das ist wohl kaum der Anlass, zu Jesus zu kommen (aber auch ein interessanter Gedanke).

Die Bibel berichtet fast ausschließlich von Menschen, die zu ihm kommen und was von Jesus wollen: Heilung, Erlösung, Verstehen usw.. Und es gibt genug Menschen, an denen er vorbei gegangen ist, denen er nicht geholfen hat, wo er sich bspw. auf den See geflüchtet hat, weil es ihm zu viel wurde – das ist auch einer dieser Widersprüche in der Bibel, wo unsere Jahreslosung an Verständnisgrenzen kommt, wo in frommen Kreisen gerne behauptet wird, man müsse nur genug glauben, dann wende sich Jesus einem zu. Quatsch!

Wenn dieses Jesus-Wort nachösterlich gemeint sein kann, wird es leichter: der wahre Mensch liegt hinter ihm und der wahre Gott hat nun unendliche Energie und Aufmerksamkeit, alle unsere Anliegen zu bedienen. Damit stimmt die Aussage des Verses wieder. Außerdem spricht Jesus hier nicht vom Ergebnis her, sagt nicht: „Wer zu mir kommt, dem erfülle ich alle seine Wünsche!“ Das geht noch nicht mal beim Weihnachtsmann, den wir gerade hinter uns haben. Vielmehr verspricht er Aufmerksamkeit, Hinwendung, Zuhören, Verständnis. Mehr nicht, aber das ist schon viel. Alles Weitere bleibt offen, egal ob Weltfrieden, Klimarettung oder persönliche Erlösung von …

Das heißt im weiteren Verständnis auch: Jesus will die Dinge nicht für mich erledigen, sondern sie mit mir anpacken. Er ist dabei, wenn ich komme, er geht mit und das allein ist schon eine verändernde Kraft, kann eine Inspiration sein, der auch den Heiligen Geist mit einbezieht. Wunder gibt’s extra und auf jeden Fall ohne Bestellung und Liefergarantie. Aber das unbedingte „Ja“ zu mir und meiner Bedürftigkeit – mit was auch immer – das ist seine unbedingte Haltung und Einladung.

In der Jahreslosung ist diese Zusage die Begleitung für dieses Jahr. Und ich bin sicher: an Anliegen wird es uns nicht mangeln. Vom Wechsel des Gemeindeortes über gesellschaftspolitische Nöte bis hin in die eigene Lebensbewältigung: mögen inspirierende Antworten uns dann ein Stück weiterbringen zu der Freiheit, zu der wir berufen sind.

Ihr / Euer Kai Jacobi