Gedanken zu Juli / August 2019

Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.   (Monatsspruch Juli, Jakobus 1,19)

Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. (Monatsspruch August, Matthäus 10,7)

 

Liebe Leserin, lieber Leser!

Die Zeit ist vielleicht das Einzige, was unsere Existenz auf der Erde bestimmt. Sie ist von Gott, und wir sollten wissen, wie wir sie am besten für Gott und uns nutzen. Man nennt das „die Zeit heiligen“ – sie aus dem Profanen ziehen und zur besten Disposition stellen.

Wer den Sommerurlaub 2019 noch nicht geplant hat, wird sich unter der Notwendigkeit der Eile sehen. Und Eile ist bekanntlich kein guter Ratgeber und verursacht unnötigen Stress.

Einmal in den Ferien, kommen uns die oben angezeigten Monatssprüche für Juli und August zu Hilfe, die uns inspirieren, mit der Zeit in der verdienten Sommerpause sinnvoll umzugehen.

Zunächst werden wir zwar direkt zur Eile aufgefordert, aber es wird auch gesagt, wann und wo diese Eile angebracht ist. Zögern sollen wir nicht, dem Anderen und Gott in Ruhe zuzuhören (Jakobus 1,19). Diese Eile will uns nicht beschleunigen, sondern nimmt uns gerade Tempo ab, um in Muße zuzuhören, abzuwarten und nachzudenken, um Gelassenheit zu finden.

Der zweite Text fordert uns auf, das Himmelreich zu bekennen (Matthäus 10,7). Das Bekennen ergibt sich meistens situationsbedingt, ist also etwas, das wir uns selber nicht suchen können. Selbst hier wird man nicht zur Eile aufgerufen, nicht zu „wedeln wie ein abgeschnittener Eidechsenschwanz“, wie man bei uns in Spanien sagt, sondern mutig den Herrn zu bekennen.

Genießen wir die Urlaubszeit mit den Gedanken an Gott bei den irdischen Entscheidungen. Diese Verbindung kann uns helfen, trefflicher mit unserem Leben umzugehen auf dem Fundament erfüllter Zeit.

JMG