Gedanken zu Dezember

„Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.“
Matthäus 2,10 (L), Monatsspruch Dezember 2018

Liebe Leserin, lieber Leser!

Weihnachten ist auch der Stern – der eine Stern. Von selbst geht Weihnachten nicht. Wir müssen darauf hingewiesen werden. Lange zuvor von den Propheten, dann vom Engel Gabriel, der den „Sohn des Höchsten“ ankündigt und schließlich von Johannes dem Täufer, der den Weg bereitet. In allen leuchtet es, wie es auch am Himmel leuchtet.

Die Weisen aus dem Morgenland sehen einen Stern und erkennen ihn als den Stern, der ihnen den Weg weist zum König. Ein König, der alles andere hatte als eine königliche Geburt. Sie erinnerten sich an den Stern, an dem sie erkannten: Auch wenn alles anders ist als gedacht, in diesem Stall sind wir richtig.

Bei Gott sind wir richtig. Wir sind bei Gott am richtigen Ort – und wir sind ihm recht. Wir müssen vor Gott nichts erbringen, dürfen sein wie wir sind. Auch die Weisen aus dem Morgenland sind, wer sie sind. Als sie dies erkennen, werden sie anders und geben ab, was sie an Lasten mittragen: erst die Geschenke, dann sich selbst. Was immer die Weisen aus dem Morgenland an Religion mitgebracht haben, vor diesem Gott als Kind fallen sie auf die Knie. Wir wissen nicht, was sie gebetet haben. Wir ahnen aber, dass sie nicht geblieben sind, die sie waren.

Wir dürfen vor Gott sein wie wir sind. Wir bleiben aber nicht die, die wir sind. Wir sind nicht mehr allein. Gott erhört, schützt und begleitet – auch unser Leben. Alles liegt in seiner Macht. Ich kann nicht tiefer fallen als nur in Gottes Hand (F&L 494). Auch das zeigt der Stern, uns zur Freude.

Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit,

WB