Gedanken zu November 2018

Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.

Offenbarung Johannes 21 Vers 2

Liebe Leserin, lieber Leser!

In einem surrealen Bild empfangen wir, was ohne ein Bild kaum vorstellbar ist: eine neue Zeit. Wie eine Braut wird Gott uns die neue Zeit entgegenbringen, damit wir sie in die Arme nehmen und mit ihr unsere Zeit verbringen. Eine Zeit, die keine ist, denn wir befinden uns längst in der Gotteszeit, die keine Jahre kennt. So wird es nach der Offenbarung des Johannes sein. Wir wissen aber nicht, wann es sein wird. Die Geheimnisse um das Paradies und das Reich Gottes können zwar unsere Gedanken ausschmücken, lösen werden wir sie nicht.

Wir sollen aber davon wissen – zum Trost. Die Erde ist nicht alles. Wir dürfen noch etwas erwarten. Manche konnten es nie abwarten und versuchten, das Paradies auf Erden selber zu errichten. Meist war das blutig und sinnlos. Doch Gott lässt sich weder drängen noch zwingen. Er verspricht, wir vertrauen – und tun gut daran, nicht selber Hand anzulegen, sondern in Geduld und Vertrauen zu warten auf das, was er uns verheißen hat: einen neuen Himmel und eine neue Erde. Vor allem aber Erläuterungen zu dem, was wir erlitten und verschuldet haben. Wir wollten uns doch immer verstehen. Dann verstehen wir – auch uns selbst. Vielleicht wird es auch keine Fragen mehr geben. Nur noch die eine Antwort Gottes, der mir sagt, wie ich war und der mich beschämt – zutiefst. Weil ich mich erkenne, wie ich schon längst von ihm erkannt bin. Und ich mich frage: Wie konnte ich nur so sein, wie ich war. Um dann zu sagen: Erbarme dich meiner, mein Gott. Und das tut er, stelle ich mir vor. Er öffnet mir seine Arme, in die ich mich werfe und von ihm höre: Es ist alles gut.

WB